Greenpeace Mannheim-Heidelberg protestiert gegen umweltschädliches Billigfleisch

Abfrage belegt: Frischfleisch der Supermärkte überwiegend aus schlechter Tierhaltung

Themengebiet:
Landwirtschaft
  • Infostand am Bismarckplatz
  • Interaktion mit Passanten
  • Infostand mit Pappschwein
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Greenpeace Mannheim-Heidelberg protestiert gegen umweltschädliches Billigfleisch

Abfrage belegt: Frischfleisch der Supermärkte überwiegend aus schlechter Tierhaltung

Heidelberg, 26.01.2020 – Über die Folgen von Billigfleisch für Umwelt, Klima und Tiere und wie man Fleisch aus schlechter Tierhaltung erkennen kann, informierten am vergangenen Samstag Aktive der Greenpeace-Gruppe Mannheim-Heidelberg. Der Aktionstag gegen Billigfleisch fand gleichzeitig in mehr als 50 deutschen Städten statt. Anlass ist eine am selben Tag veröffentlichte Supermarkt-Abfrage von Greenpeace zu den Frischfleisch-Eigenmarken der Supermarktketten Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Rewe und Real. (Report: www.greenpeace.de/abfrage-billigfleisch) Das Ergebnis: Rund 88 Prozent stammt von Schweinen, Rindern oder Hühnern, die unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten wurden – im Handel gekennzeichnet als Haltungsform 1 oder 2. „Es ist erschreckend, wie viel Tierleid im Sortiment der Supermärkte steckt“, sagt Louisa Koniczek, Ansprechpartnerin von Greenpeace Mannheim-Heidelberg. „Der Handel muss Fleisch aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Produktion aus den Regalen nehmen.“

Wer sich für weniger Tierleid im Kühlregal einsetzen möchte, konnte am Greenpeace-Infostand eine Protestkarte an die Marktleitung seines Supermarktes ausfüllen. „Wir wollen den Supermärkten zeigen, dass ihre Billigfleisch-Politik auf Kritik in der eigenen Kundschaft stößt“, sagt Koniczek. Passantinnen und Passanten erhielten Informationen zur Haltungskennzeichnung und einen kleinen Ratgeber, der auf einen Blick zeigt, welches Siegel aus Greenpeace-Sicht aussagekräftig ist.

Abfrage zeigt: Haltungsform reicht nicht aus, um Tierhaltung zu verbessern

Der Handel hatte im April 2019 mit den Haltungsformen 1-4 freiwillig eine einheitliche Kennzeichnung für die Frischfleischprodukte der Eigenmarken eingeführt. Greenpeace startete dazu im Oktober 2019 eine schriftliche Abfrage bei den großen Supermarktketten. Die Antworten zur Umsetzung der Kennzeichnung, zum Sortiment und zur Bereitschaft, Fleisch aus schlechter Tierhaltung auszulisten, flossen in ein Ranking. Alle Supermärkte schneiden dabei schlecht ab. Mit lediglich 179 von insgesamt 1.000 möglichen Punkten führt Kaufland das Feld an. Edeka, Netto und Real bilden das Schlusslicht. Greenpeace-Ehrenamtliche in ganz Deutschland werden das Frischfleischsortiment der Supermärkte in den nächsten Wochen verstärkt unter die Lupe nehmen, um die Antworten des Handels mit dem tatsächlichen Angebot abzugleichen.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Louisa Koniczek, Tel. 0171 1139 135. Zur Supermarkt-Abfrage (www.greenpeace.de/abfrage-billigfleisch) gerne direkt an Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace Deutschland, Tel. 0171 8780 838.

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