Podiumsdiskussion in Leimen

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"Ich bin entsetzt, wenn ich in unserem Wald spazieren gehe - zerfahrene Böden, kaputte Waldbestände, kein kühlender Schatten mehr an heißen Tagen. Ich könnte jedesmal weinen, wenn ich sehe, was der Forst aus unserem Wald gemacht hat", so eine Teilnehmerin der vergangene Woche abgehaltenen Podiumsdiskussion in Leimen-Gauangelloch. Kühl verwiesen die Vertreter der Forstverwaltung darauf, dass unser Holzbedarf weiter steigen wird. Jetzt soll hier der letzte intakte Buchenbestand fallen, um kurzfristig finanzielle Gewinne zu erzielen. Auf dem Podium hielten Umweltschutzexperten wie Volker Ziesling von Greenpeace Mannheim-Heidelberg dagegen. Bürger betonten den Wert des Waldes für den Klimaschutz, Lärmschutz und als Erholungswald, den sie gefährdet sehen. Hinweise auf Bodenschäden durch die eingesetzten Maschinen ließen die Förster an sich abperlen und verwiesen auf die Schaffung von "Kleinbiotopen für die Gelbbauchunke" in den tiefen Fahrspuren der Schlepper.
 
Die traurige Realität der sogenannten "naturnahen Waldwirtschaft" nicht nur in unserer Region bedeuten heute unter Anderem:
  • Zerfahrene Böden
  • Ausgeplünderte Buchenbestände
  • Hemmungsloser Pestizideinsatz
  • Nutzung von Holz bis zum dünnsten Ästchen - keine Biomasse verbleibt im Wald
  • Import von exotischen Baumarten in unsere Waldökosysteme
  • Förderung von Neophyten
 
Zur Waldbegehung und Podiumsdiskussion hatten die lokale Interessengemeinschaft "Zukunft Wald" und der BUND eingeladen.

 

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