Mit gutem Beispiel voran

Auf einer Exkursion auf dem Heiligenberg ließen sich Vertreter von Greenpeace Mannheim-Heidelberg zusammen mit interessierten Bürgern, Vertreter des BUND und Mitgliedern des Gemeinderats am Freitagabend eine geplante forstliche Maßnahme erläutern. Im Vorfeld der Maßnahme gab es offene Fragen zu den ökologischen Folgen des geplanten Eingriffs in dem städtischen Waldgebiet.

Durch einen besorgten Heidelberger Bürger war Greenpeace auf die Maßnahme aufmerksam gemacht worden und gebeten worden, im Vorfeld eine Bewertung des Eingriffs hinsichtlich der Vereinbarkeit mit einer naturnahen Waldwirtschaft abzugeben. Das zuständige Forstamt und die Stadt stellten die angeforderten Daten schnell und unkompliziert zur Verfügung, so dass wir uns bereits im Vorfeld informieren konnten. Auch von Seiten des FSC-Zertifizierers gab es keine grundsätzliche Kritik an der geplanten Maßnahme. Das FSC-Zertifikat wird nur an Forstbetriebe verliehen, die eine naturnahe Waldwirtschaft praktizieren und sich dabei an strenge Regeln halten.

Da eine abschließende Beurteilung aber nur vor Ort möglich war, baten wir das Forstamt um einen Exkursionstermin. Dem wurde schnell entsprochen und so erläuterte der Revierförster Andreas Ullmann auf der Exkursion nicht nur fachkundig die waldbaufachlichen Grundsätze, sondern auch die besonderen Anforderungen in diesem archäologisch sensiblen Gebiet. Dabei wurden die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden und die besondere Beachtung der ökologischen Anforderungen deutlich. Auch bei der geplanten Durchforstungsmaßnahme zum Erhalt und Förderung von Eichenbeständen am Heiligenberg steht der Erhalt der Artenvielfalt im Vordergrund.

So blieb am Ende der Exkursion nur übrig, dem Forstamt und seinen Vertretern zu ihrer guten Arbeit zu gratulieren. Auf der Exkursion wurde deutlich, dass der Heidelberger Stadtwald sein FSC-Zertifikat für eine naturnahe Waldwirtschaft zu Recht trägt.

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