Leise rieselt das Gift

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Singenderweise haben wir am 14. Dezember in der Heidelberger Altstadt auf die Problematik von Pestiziden in Weihnachtsbäumen aufmerksam gemacht. Zu Gitarrenbegleitung wurden zum Thema passende umgedichtete Weihnachtslieder gesungen.
Alljährlich werden in Deutschland 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, die allerwenigsten, ca. 1 %,  sind in Bioqualität. Bei den übrigen kommen Pestizide, Herbizide und Fungizide zum Einsatz, oft ist es ein ganzer Giftcocktail. Jeder konventionelle Weihnachtsbaum wird etwa 35mal mit chemischen Mitteln gespritzt, bevor er in den Verkauf kommt. Dies ist zum einen ein Umweltproblem, weil die Schadstoffe den heimischen Tieren und Pflanzen, dem Boden und dem Grundwasser schaden, zum anderen aber auch ein Gesundheitsproblem, denn das in den Nadeln enthaltene Gift dünstet in den warmen Wohnzimmern aus und kann Allergien und Reizungen der Schleimhäute und Atemwege hervorrufen. Etwa 90 % der konventionellen Bäume stammen aus Norddeutschland aus speziellen Weihnachtsbaumplantagen. Diese Monokulturen nehmen eine Fläche von ca. 50 000 Hektar ein, die für natürlichen Wald, Felder, Wiesen und Weiden fehlen. Durch die langen Transportwege und die Plastiknetze zur Verpackung entsteht unnötiges CO2. Greenpeace fordert dazu auf, nur noch Weihnachtsbäume mit Ökosiegel zu kaufen, oder alternativ beim Förster in der Region. Eine Liste ungespritzter Weihnachtsbäume für ganz Deutschland finden Sie unter www.robinwood.de

 

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