Käfertaler Wald - Klimawald?

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Unserer Einladung zum gemeinsamen Waldbegang am 16.02. sind etwa 25 Interessierte, darunter zwei Stadträte, gefolgt. Waldexperten und Naturschützer diskutierten die Waldentwicklung des Käfertaler Waldes. Vertreter der Forstverwaltung waren der Einladung leider nicht gefolgt. Ziel des Waldbegangs war es unter anderem, den 2018 angelegten "Klimawald" der Stadt Mannheim zu sehen und zu bewerten.
Eines der angelegten "Klimawaldstücke" von einer Größe von ca. 3 ha zeigte starke Vergrasung. Zwischen den gepflanzten Bäumen vermehrten sich insbesondere sonneliebende Neophyten wie die Robinie, der Götterbaum sowie die spätblühende Traubenkirsche. Eine verbindliche Aussage zur Anwuchsrate ist aus der kurzen Begutachtung nicht möglich. Einige Pflanzen schienen jedoch vertrocknet zu sein.
 
Die Diskussionen vor Ort kamen zu den folgenden Schlüssen:
  • exotische Baumarten, wie Baumhasel, Schwarzkiefer oder Zeder sind nicht geeignet, den anstehenden Herausforderungen gerecht zu werden
  • Kahlschläge sind nicht zielführend
  • die flächige Befahrung der Waldböden mit schwerem Gerät ist einzustellen
  • Wuchshüllen aus Plastik im Grundwasserschutzgebiet stellen ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar
  • eine Holzproduktion ist im Stadtwald nicht angebracht
  • es wird eine Anpassung der Bewirtschaftung benötigt. Hierfür müssen zunächst die Ziele und Herausforderungen klar definiert werden
 
Bereits im Sommer/Herbst 2019 sind wir mit einem Vorschlag an die Stadt Mannheim, den Gemeinderat und die Forstbehörde herangetreten, wie sich im Käfertaler Wald ein klimastabiler Wald etablieren kann. Beim jetzigen Waldbegang sind neue Ideen entstanden, wie Kahlschläge mit nachfolgenden Pflanzungen vermieden und im Einklang mit dem Wald dieser stabilisiert werden kann. Diese Ideenskizze werden wir später hier veröffentlichen.

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