Infoaktion zu Pestizideinsatz

Media

Greenpeace informierte am 23.10.2015 bundesweit vor Supermärkten über den ungebremsten Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft. In 38 deutschen Städten sprachen Greenpeace-Aktivisten mit interessierten Kunden - auch wir waren in Heidelberg-Handschuhsheim mit dabei. Der Protest richtet sich an die Supermarktketten Aldi, Edeka, Lidl, Kaufhof, Real und Rewe. „Pestizide schaden der Artenvielfalt“ lautete die klare Botschaft der Protestplakate. Pestizidkanister mit Gefahrensymbolen wiesen auf die von Spritzmitteln ausgehenden Gefahren für Tiere und Pflanzen hin.

Der Großteil der Kunden wünscht sich weniger Pestizid-Einsatz in der Obst- und Gemüseproduktion. Denn auch wenn die Belastung von Äpfeln mit Pestiziden in aller Regel unter gesetzlichen Grenzwerten liegt, schadet der starke Pestizid-Einsatz während der Produktion dem gesamten Ökosystem. Greenpeace-Tests von Wasser, Boden und Pflanzenmaterial in deutschen Apfelplantagen in der Anbausaison 2015 belegen den hohen Einsatz von Pestiziden. Blätter von Apfelbäumen waren mit bis zu 11 verschiedenen Pestiziden belastet. Zur Ernte hin reduzieren Landwirte den Einsatz, um die Grenzwerte in den Äpfeln einzuhalten. Viele Supermärkte machen den Produzenten Vorgaben zu Rückständen in Obst und Gemüse. Sie haben jedoch bisher keine wirksamen Programme, um Pestizide im Anbau zu reduzieren.

Weiterführende Links

"Post für Supermärkte" auf Greenpeace Deutschland

Tags