Ein Herz für unseren Wald

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Greenpeace Mannheim-Heidelberg wird an diesem Sonntag, den 17. Mai, von 13 bis 17 Uhr Unterschriften für einen besseren Schutz des Viernheimer-Lampertheimer Waldes sammeln. Dazu werden die Aktiven interessierte Bürger und Passanten auf dem Bonanza-Spielplatz über die Waldumbaupläne des Forstamtes in Lampertheim informieren. Mit dabei ist das „Buchenherz“, auf dem schon bei einer Unterschriftensammlung letztes Jahr mehrere hundert Bürger ihre Unterschrift für den Schutz dieses wichtigen Naherholungsgebiets abgegeben haben.

„Das Wichtigste ist erst einmal, die noch bestehenden naturnahen Waldbereiche im Viernheimer-Lampertheimer Wald so schonend wie möglich zu bewirtschaften“, sagt Martin Burster, Wald-Aktivist bei Greenpeace, „Nur so kann die Artenvielfalt erhalten werden“. Greenpeace hat aufgrund verschiedener Verstöße des Forstamtes gegen den Naturschutz und die Weigerung des Forstamtes, die Daten zu den Waldbeständen zu veröffentlichen, daran seine Zweifel. „Nur genug alte Bäume, die über den gesamten Bestand verteilt sind, garantieren den Fortbestand der bedrohten Arten“, führt er weiter aus. “Um das unabhängig überprüfen zu können, brauchen die Naturschutzverbände die Daten. Doch trotz anderslautender Ankündigungen der Landesregierung werden diese immer noch verheimlicht.“, wundert sich Martin Burster über die mangelnde Transparenz von Hessen-Forst.

Neben der schonenden Bewirtschaftung der vorhandenen Waldbereiche ist ein Verzicht der Waldumbaupläne von Hessen-Forst Voraussetzung, um den Viernheimer-Lampertheimer Wald als intaktes Ökosystem und wichtiges Naherholungsgebiet zu erhalten. „Die Forsteinrichtung in Lampertheim, wo jetzt sogar hauptsächlich mit Douglasie, einer nicht heimischen Nadelbaumart, aufgeforstet werden soll, hat gezeigt, dass die Ankündigung von Forstamtsleiter Schepp über eine „mosaikartige Aufforstung“ nur ein Placebo für die Viernheimer Kommunalpolitik war“, stellt Martin Burster fest. „Mit Douglasien-Forsten würde aus dem Wald aber eine naturferne Plantage werden“, macht er auf die Konsequenzen der Waldumbaupläne des Forstamtes aufmerksam.

„Nur wenn die Politik auf Kommunal- und Landesebene von den Bürgern die Botschaft bekommt, dass diese keine Nadelforste wollen, wird Hessen-Forst seine Waldumbaupläne stoppen“, fordert Martin Burster die Bürger auf, aktiv für ihren Wald zu werden. Eine gute Gelegenheit dazu gibt es bei der Unterschriften-Sammlung am Sonntag. Aktuell gibt es keine Partei in Viernheim, die sich für den Erhalt des Viernheimer-Lampertheimer Waldes engagiert. „Dies ist nicht nur enttäuschend, sondern auch ein klares politisches Versagen“, sagt Burster. „Da darf man sich dann auch nicht über niedrige Wahlbeteiligung bei Wahlen wundern“, macht er klar. „Wir freuen uns zwar, dass der Geschäftsführer der Jusos Viernheim Greenpeace in seinem Beitrag zur Landratswahl erwähnt, aber das wäre doch um einiges glaubwürdiger, wenn die SPD endlich nicht nur mit dem Forstamt die Zukunft des Waldgebiets diskutieren würde.“, schließt Martin Burster.

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